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Job-Killer Digitalisierung?

Ulrike Steiner Geschäftsführerin Linz 15. Januar 2020

D I G I T A L I S I E R U N G – kein Wort prägte die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren so sehr wie dieses. Auch die Finanzabteilungen in den Unternehmen waren bzw. sind davon betroffen und wurden spürbar digitaler. Brauchen wir in Zukunft überhaupt noch Controller, Buchhalter und Finanzexperten? Oder werden diese Jobs künftig aufgrund von Automatisierung und Digitalisierung wegrationalisiert? Mit diesen Fragen werde ich immer häufiger konfrontiert. Meine Meinung dazu: Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen werden auch künftig benötigt – und das aus mehreren Gründen.

Das geänderte Anforderungsprofil an Finanzprofis

Fakt ist, aufgrund der Digitalisierung stehen Unternehmen nun immer mehr und wichtige Daten zur Verfügung. Diese können zwar aufgrund künstlicher Intelligenz bzw. von Programmen verarbeitet werden, aber es braucht dennoch ExpertInnen und damit Menschen, die diese Systeme weiterentwickeln, die Daten interpretieren, optimieren, um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten. Das hat natürlich Auswirkungen auf das Anforderungsprofil, das momentan an Finanzfachkräfte gestellt wird. Die Nachfrage an Controllern und Fachkräften im Rechnungswesen mit IT-Kenntnissen bzw. mit einer hohen IT-Affinität ist stark im Steigen begriffen. Auch Change-Management-Skills werden in Zeiten mit hoher Volatilität immer bedeutender. Schon immer war ein gewisser Wandel in den jeweiligen Jobs gegeben, aber die Dynamik für Veränderungsprozesse ist derzeit so stark wie noch nie.

Keine Angst vor Digitalisierung. Ganz im Gegenteil.

Der Großteil der Unternehmen steht noch in den digitalen Startlöchern, aber sie bereiten sich darauf vor. Interessanterweise erleben wir in unserem Beratungsalltag, dass Unternehmen mit einem hohem Automatisierungs-/Digitalisierungsgrad durchaus sehr zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Hier werden offensichtlich die Potenziale der technologischen Entwicklung erkannt und es herrscht kaum Angst eines Jobverlustes aufgrund der Digitalisierung.

Wir von Schulmeister sehen noch einen weiteren und aus unserer Sicht ganz entscheidenden Vorteil in der Digitalisierung bzw. Automatisierung: Es passiert derzeit eine Kehrtwende im Hinblick auf Auslagerungen in Shared Service Centers ins Ausland. Ehemalige Kostenvorteile fallen nun durch die Digitalisierung weg, die Bereiche lassen sich zentral integrieren und besser steuern – das ermöglicht mehr Flexibilität. Und das wiederum bedeutet, dass lokal zusätzliche fachkundige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt werden.

Meine Tipps an Finanzfachkräfte:

Seien Sie der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen! Eine fundierte Allgemeinbildung ist aus meiner Sicht ganz wesentlich und der Wille zu lebenslangem Lernen sollte mittlerweile selbstverständlich sein. Bleiben Sie neugierig, setzen Sie sich aktiv mit neuen Technologien auseinander und seien Sie bereit, den Umgang mit diesen zu erlernen. Vernachlässigen Sie dabei aber keinesfalls Ihre sozialen und kommunikativen Fähigkeiten. Die klassische Beratungsfunktion wird im Finanzbereich noch mehr an Bedeutung gewinnen – künstliche Intelligenz ist hier kein Ersatz für menschliches Handeln.

In diesem Sinne blicken wir, als spezialisierter Berater im Finanz- und Rechnungswesen optimistisch in die digitale Zukunft!

Gerne diskutiere ich mit Ihnen weiter zu diesem spannenden Thema!

Tolle Job-Angebote, bei denen Sie auch Ihre IT-Kenntnisse einsetzten können, finden Sie hier.

Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre

Ulrike Steiner

Ulrike Steiner Geschäftsführerin Linz