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Stetig aber doch – der Wandel im Controlling

Birgit Eiselsberg Personalberaterin bei Schulmeister 17. Februar 2020

Seit vielen Jahren kooperiert Schulmeister mit dem Institut für Controlling und Consulting der Johannes Kepler Universität Linz unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Birgit Feldbauer-Durstmüller.
Anlässlich des 30jährigen Jubiläums wurde eine quantitativ-empirische Untersuchung unter den Controlling-Absolventen der vergangenen 30 Jahre durchgeführt, die wir unterstützen durften. Folgende zentralen Forschungsfragen wurden bearbeitet:

1. Welche individuellen und laufbahnbezogenen Faktoren beeinflussen Karrieren im Controlling?

Wenig überraschend hat die kumulierte Berufserfahrung im Controlling den stärksten Einfluss auf einen hierarchischen Aufstieg. Positiv wirken sich zudem berufliches Weiterqualifizieren auf das Erreichen von Führungspositionen aus. Zunehmende Bedeutung haben IT-Kenntnisse bei Berufseinsteigern, wobei diese mit steigendem hierarchischen Fortschritt deutlich abnehmen.

2. Wie verlaufen aktuelle Karrieren im Controlling?

Aus der Untersuchung ging hervor, dass das traditionelle, organisationale Karriereverständnis immer noch Gültigkeit besitzt. Erkennbar ist jedoch eine Aufweichung der klassischen Karrieremuster. Die nachweislich kürzere Verweildauer von Controllern in ihrer jeweiligen Position ist ein Vorbote dieser Entwicklung.

Die Meinung von Schulmeister

Aus unserer Sicht tragen auch andere organisationale Strukturen zur Veränderung der Karriereverläufe bei. In global agierenden Konzernstrukturen finden wir häufig divisional organisierte Einheiten oder Matrix-Organisationen mit einer Entkoppelung der disziplinarischen Linienfunktion von der fachlichen Weisungsbefugnis. Wir erleben diese Organisationformen – rein subjektiv – in der Praxis tendenziell eher durchlässig, was Qualifikationsprofile von Controllern betrifft. Das heißt, nicht-vertikale bzw. flexible Karriereverläufe und Quereinstiege sind hier begünstigt.

Ein Aufweichen der traditionellen Karrieremuster nehmen wir auch in unseren Gesprächen mit Kandidaten und Kunden immer wieder wahr, erkennbar durch diversifizierte Karriereziele und einem proaktiven und selbstverantwortlichen Karrieremanagement. Eine überwiegende Anzahl der Controller ist karrierebewusst, vernetzt und gut über ihren jeweiligen Marktwert informiert.

Die Ergebnisse dieser Studie bilden die Grundlage für eine vertiefte Forschung zum Thema Karriereverläufe, Karriereverständnis und Einflussfaktoren auf Controller-Biografien. Wir sind gespannt auf die weiteren Ergebnisse und werden diese selbstverständlich mit Ihnen teilen.

Weitere Details zur Untersuchung finden Sie in der jüngsten Veröffentlichung von Birgit Feldbauer-Durstmüller und Stefan Mayr (Hrsg.): Controlling Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Spezialaspekte,  Springer Gabler Verlag, 2019

Unsere aktuellen Controlling-Positionen finden Sie hier!

Für weitere Fragen und Informationen können Sie sich gerne jederzeit auch an mich wenden.

Ihre

Birgit Eiselsberg

Birgit Eiselsberg Personalberaterin bei Schulmeister