SHARE  

7 No-Gos in der österreichischen Arbeitskultur: Tipps, um Fettnäpfchen zu vermeiden

Egal, ob du deine Karriere in Österreich startest, oder bereits hier arbeitest und kulturelle Unterschiede bemerkst - es ist wichtig, die österreichische Arbeitskultur zu verstehen, um erfolgreich in deinem Arbeitsumfeld zu agieren. In diesem Artikel werden wir dich über 7 No-Gos in der österreichischen Arbeitskultur aufklären, die du unbedingt beachten solltest.

INHALT

Die österreichische Arbeitskultur auf den Punkt gebracht

Österreich ist nicht nur für seine atemberaubenden Alpenlandschaften und sein reiches kulturelles Erbe bekannt, sondern auch für seine einzigartige Arbeitskultur. Diese Kultur, geprägt von Traditionen, Effizienz und einer gewissen Ernsthaftigkeit, kann für internationale Arbeitnehmer zunächst ungewohnt sein. Damit du jedoch von Anfang an auf der richtigen Seite stehst, haben wir hier 7 No-Gos zusammengetragen, die dir helfen werden, die Klippen der österreichischen Arbeitswelt geschickt zu umschiffen.

Was gilt in Österreich im Arbeitsalltag als unhöflich?

Unpünktlichkeit, ein zu lockerer Umgang in formellen Situationen, fehlende Höflichkeit oder das Ignorieren etablierter Hierarchien können im österreichischen Berufsleben negativ auffallen. Gleichzeitig unterscheiden sich Umgangsformen je nach Unternehmen, Branche und Team. 

Wer neu in Österreich arbeitet, sollte daher besonders auf Pünktlichkeit, respektvolle Kommunikation und die Unternehmenskultur achten.

No-Go 1: Die Sache mit der Pünktlichkeit

"Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige" - dieses Sprichwort trifft in Österreich voll und ganz zu. Pünktlichkeit wird hier sehr geschätzt und gilt als Zeichen von Respekt und Verlässlichkeit. Also sorge dafür, dass du immer rechtzeitig zu Meetings, Terminen und Abgabefristen erscheinst. Sollte es doch einmal zu Verzögerungen kommen, informiere deine Kolleg:innen rechtzeitig, um deren Zeit zu respektieren. 

No-Go 2: Zu lässig ist zu lasch

Die österreichische Arbeitskultur ist in vielen Branchen eher förmlich geprägt. Vor allem in traditionellen Bereichen wie Finanzen und Recht wird Wert auf eine angemessene Kleidung gelegt. Zeige also Respekt für das Unternehmen und seine Kultur, indem du dich entsprechend kleidest. Denn wie man so schön sagt: "Kleide dich für den Job, den du haben willst, nicht für den Job, den du hast". 

Du hast bereits eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch? Was du am besten zu dem Interview mit deinem zukünftigen Arbeitgeber anziehst, damit du den richtigen ersten Eindruck hinterlässt, haben unsere Recruiting-Profis für dich genau zusammengefasst!

No-Go 3: Keine Motivation für den Deutschkurs

Auch wenn Englisch in vielen Unternehmen weit verbreitet ist, ist Deutsch immer noch die dominierende Sprache in Österreich. Gute Deutschkenntnisse sind nicht nur für eine effektive Kommunikation mit Kolleg:innen wichtig, sondern zeigen auch dein Engagement für die Integration. Personen, die langfristig in Österreich leben und beruflich erfolgreich sein möchten, profitieren unheimlich, wenn sie Motivation zeigen, um die Sprache zu erlernen.

Doch Vorsicht: In Österreich ist Deutsch ≠ Deutsch. Die österreichische Sprache unterscheidet sich von der des deutschen Nachbarn in vielerlei Hinsicht. Und wir meinen hier nicht nur den österreichischen Dialekt, dessen Abweichung zum Standarddeutschen von Wien bis nach Vorarlberg kontinuierlich wächst. Es geht hier auch um lexikalische Variationen zwischen Österreich und Deutschland. Wenn du die Österreicher:innen besser verstehen willst, dann schau bei diesem Artikel vorbei: 20 überlebenswichtige Wörter auf Österreichisch

No-Go 4: Ignoranz von Titeln oder der Hierarchie

Gerade in traditionellen Branchen oder formellen Geschäftssituationen spielen Titel und höfliche Anrede in Österreich teilweise noch eine größere Rolle als in anderen Ländern. Wie formell der Umgang tatsächlich ist, hängt jedoch stark von Branche, Unternehmen und Unternehmenskultur ab.

Eines musst du über Österreicher:innen wissen, bevor du hier arbeitest: Wir lieben unsere Titel. Vergiss daher niemals, eine:n Geschäftspartner:in ohne seine:ihre Titel anzusprechen - vor allem im schriftlichen Verkehr oder in offiziellen Dokumenten. Während man international den BA, MA, MSC etc. hinter den Namen stellt und in der Anrede komplett darauf verzichtet, kommt es in Österreich nicht selten vor, dass ein Brief an Herrn Dr. Ing. Mag. (FH) Peter Müller adressiert ist.

Auch Hierarchien sind branchenabhängig in vielen österreichischen Unternehmen nach wie vor präsent. Respekt gegenüber Personen in Führungspositionen und das Vermeiden von öffentlichen Herausforderungen ihrer Entscheidungen sind entscheidend, um positive Beziehungen zu deinen Kolleg:innen aufzubauen und in keine Fettnäpfchen zu treten.

Wer ist im Lead für bestimmte Themen? Wer kann welche Freigaben erteilen? Wer reportet an wen? Denke daran, dass Verantwortungen in verschiedenen Unternehmen und Branchen unterschiedlich ausgeprägt sein können. Beobachte daher zu Beginn deiner Tätigkeit genau, wie die Hierarchie in deinem Unternehmen funktioniert und orientiere dich an den Verhaltensweisen deiner Kolleg:innen.

No-Go 5: Unhöflichkeit? Nein, danke!

In der österreichischen Kultur wird Höflichkeit und Freundlichkeit ganz allgemein sehr geschätzt. Grobheit oder unhöfliches Verhalten wird als unangebracht angesehen und kann zu Konflikten und negativen Arbeitsbeziehungen führen. Vermeide es daher, grob, zu direkt oder gar respektlos gegenüber deinen Kollege:innen aufzutreten. Nutze stattdessen "Bitte" und "Danke" in deiner Kommunikation und unterbrich andere nicht während Meetings oder Diskussionen. 

Ein guter Tipp: Vergiss nicht, zu Beginn jedes Meetings ein paar Minuten für Small Talk einzuplanen. In Österreich startet man fast nie direkt in das Thema rein, sondern fragt sein Gegenüber, wie es ihm geht, wie das Wochenende war oder tauscht sich über aktuelle Ereignisse aus. Dieser kurze Moment des Small Talks dient nicht nur dazu, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, sondern auch um eine persönlichere Verbindung zu deinen Kolleg:innen aufzubauen. 

No-Go 6: Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben vernachlässigen

Während in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Deutschland, die Anzahl der Überstunden als Karrierebeschleuniger gesehen werden, legen Österreicher auch großen Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Bei Schulmeister haben wir das Motto: Making your Life Work better, by making your Work Life better! Das heißt nicht, dass harte Arbeit und Produktivität nicht geschätzt werden. Finde eine gesunde Balance zwischen Arbeit und persönlichem Leben.

Warst du schon einmal in Wien? Die wunderschöne Hauptstadt mit reicher Kultur und vielen Freizeitmöglichkeiten bietet hierfür eine perfekte Kulisse. Erfahre mehr in unserem Artikel über Wien: Wien: Wo das Leben & Arbeiten ein Genuss ist.

In Österreich gibt es zudem ein arbeitnehmer-freundliches Arbeitsrechtsystem mit zahlreichen Regelungen, Kollektivverträgen und Sozialpartnern. Das ist auch ein Grund, warum es im internationalen Verglich verhältnismäßig harmonisch zugeht und relativ wenige Streiks stattfinden.

No-Go 7: Kaffeepausen vergessen

Kaffeepausen sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Arbeitskultur. Sie bieten die Möglichkeit, sich mit Kollegen zu unterhalten und außerhalb der Arbeit Beziehungen aufzubauen. Scheue dich nicht, an der Kaffeepausen-Tradition teilzunehmen und eine Pause von deinen Arbeitstätigkeiten einzulegen. 

Schlussfolgerung: Erfolgreich in der österreichischen Arbeitskultur

Der Einstieg in einen neuen Job in einem fremden Land kann eine Herausforderung sein, aber das Verständnis der lokalen Arbeitskultur ist entscheidend für deinen Erfolg. Indem du diese 7 No-Gos in der österreichischen Arbeitskultur vermeidest, kannst du dich reibungslos in dein Arbeitsumfeld integrieren und positive Beziehungen zu deinen Kolleg:innen aufbauen. Behalte im Hinterkopf, dass es immer hilfreich ist, von deinem Team zu lernen und zu beobachten und ihrem Beispiel zu folgen, wenn du unsicher bist. Wenn du eine Pause brauchst, vergiss nicht, an einer österreichischen Kaffeepause teilzunehmen und ein köstliches Gebäck dazu zu genießen! 

Wer in Österreich arbeiten möchte, kann sich direkt bei Unternehmen oder über eine spezialisierte Personalberatung bewerben. Bei Schulmeister findest du aktuelle Jobs in Finance, IT & Technology, Engineering und Real Estate und kannst alternativ deinen CV für passende Karrieremöglichkeiten hochladen.

Mit ein wenig Geduld, Einsatzbereitschaft und dem Bewusstsein für die lokale Kultur wirst du in deiner neuen Karriere in Österreich erfolgreich sein. Halte dich an diese Tipps und du wirst sicherlich den österreichischen Arbeitsalltag mit Bravour meistern. Viel Erfolg! 

Du möchtest in Österreich arbeiten?

Dann entdecke unsere aktuellen Jobs in Finance, IT & Technology, Engineering und Real Estate. Unsere spezialisierten Personalberater:innen & Headhunter:innen begleiten dich bei deiner Jobsuche und deinem nächsten Karriereschritt in Österreich.

HIER GEHT'S ZU UNSEREN OFFENEN POSITIONEN

Noch nicht die passende Stelle gefunden? Initiativbewerbung mit einer Personalvermittlung: Lade deinen CV hoch und lass dich von unseren Personalberater:innen und Recruiting-Expert:innen über passende Karrieremöglichkeiten informieren.

EINFACH CV HOCHLADEN

Du hast deinen Traumjob bereits in Österreich gefunden und brauchst jetzt Unterstützung beim Umzug? Hol dir professionelle Hilfe von RANDOS Relocation und dein Umzug wird dir leicht gemacht.

Ähnliche Beiträge