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ChatGPT im HR: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur optimalen Team-Schulung

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) hat bereits viele Aspekte unseres Lebens und unserer Arbeitswelt revolutioniert. In dieser Ära der Innovation wird KI zunehmend in verschiedenen Geschäftsbereichen eingesetzt, und eines der aufregendsten Beispiele dafür ist ChatGPT - ein leistungsstarkes KI-Modell, das natürliche Sprachverarbeitung beherrscht und in der Lage ist, menschenähnliche Texte zu generieren. Die Integration von ChatGPT in HR-Teams kann die Effizienz und Produktivität steigern, erfordert jedoch auch eine grundlegende Schulung, um sicherzustellen, dass diese Technologie optimal genutzt wird. In diesem Blogartikel zeigen wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt Anleitung, wie Sie Ihre HR-Abteilung für den Umgang mit ChatGPT sensibilisieren können.

INHALT

Was ist ChatGPT eigentlich?

ChatGPT ist ein bahnbrechendes KI-Modell, das auf dem GPT (Generative Pre-trained Transformer)-Ansatz basiert. Es kann natürliche Sprache verstehen und generieren, was es in vielfältigen Anwendungsfällen nützlich macht, einschließlich Kundeninteraktionen, Support-Chats, Content-Erstellung und mehr. Im HR-Kontext kann ChatGPT für Aufgaben wie das Verfassen von Stellenanzeigen, das Beantworten häufig gestellter Fragen von Mitarbeiter:innen, das Erstellen von Mitarbeiterhandbüchern und vieles mehr eingesetzt werden.

Was kann ChatGPT im HR eigentlich leisten?

ChatGPT ist ein generatives KI-System, das Sprache verarbeiten und neue Inhalte erstellen kann. Im HR-Bereich eignet es sich vor allem als Assistenz oder Unterstützung bei Recruiting-Aufgaben wie:

  • Stellenanzeigen formulieren und optimieren
  • Interviewfragen und Gesprächsleitfäden vorbereiten
  • Texte für die Candidate Communication erstellen
  • komplexe Informationen strukturieren oder zusammenfassen
  • Onboarding-Unterlagen vorbereiten
  • interne HR-Kommunikation formulieren
  • Ideen und unterschiedliche Textvarianten entwickeln

Wichtig ist dabei: Generative KI liefert Vorschläge und unterstützt Recruiting-Prozesse. Die fachliche Prüfung und insbesondere Entscheidungen über Kandidat bleiben Aufgabe der verantwortlichen Mitarbeiter:innen im Unternehmen.

Vorteile der Integration von ChatGPT in HR-Teams

Die Integration von ChatGPT in die HR-Abteilungen bietet eine Reihe von Vorteilen:

  1. Effiziente Kommunikation: ChatGPT ermöglicht eine schnelle und effiziente Kommunikation mit Mitarbeiter:innen, Bewerber:innen und anderen Stakeholdern. Häufig gestellte Fragen können automatisch beantwortet werden, ohne dass HR-Mitarbeiter:innen jedes Mal manuell eingreifen müssen.
  2. Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit: ChatGPT kann rund um die Uhr verfügbar sein, um Fragen zu beantworten und Informationen bereitzustellen. Dies ermöglicht Mitarbeiter:innen und Bewerber:innen, jederzeit auf benötigte Informationen zuzugreifen, unabhängig von den Bürozeiten.
  3. Zeitersparnis: Routineaufgaben wie das Beantworten wiederkehrender Fragen, das Bereitstellen von Handbüchern oder das Durchführen von Vorqualifikationen von Bewerber:innen können von ChatGPT übernommen werden. Dies gibt HR-Mitarbeiter:innen mehr Zeit, sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren.
  4. Konsistenz: ChatGPT liefert konsistente und genaue Informationen, da es vordefinierte und sorgfältig gestaltete Antworten verwendet. Dadurch wird vermieden, dass unterschiedliche Mitarbeiter:innen unterschiedliche Informationen liefern.
  5. Innovatives und modernes Image: Die Integration von ChatGPT signalisiert Mitarbeitern und Bewerbern, dass das Unternehmen innovative Technologien nutzt, um eine reibungslose und zeitgemäße Interaktion zu ermöglichen.
  6. Datenbasierte Einblicke: ChatGPT kann Daten über häufig gestellte Fragen, Bedenken oder Trends sammeln. Diese Daten können verwendet werden, um HR-Strategien zu optimieren und den Bedürfnissen der Mitarbeiter besser gerecht zu werden.

Side Fact: Auch Bewerber:innen haben KI-Tools wie ChatGPT bereits für sich entdeckt. Wie Sie im Bewerbungsprozess von KI-Anwendungen profitieren können, zeigt dieser Artikel. Mit ChatGPT zum Traumjob: Funktioniert das?

Schritt-für-Schritt Anleitung für einen optimalen Umgang mit ChatGPT

Damit HR-Teams die Vorteile von ChatGPT auch effektiv nutzen können, ist eine grundlegende Schulung unerlässlich. Folgen Sie dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, um sicherzustellen, dass Ihr HR-Team optimal auf den Umgang mit ChatGPT vorbereitet ist.

So schulen Sie Ihr HR-Team im Umgang mit KI

Schritt 1: Grundlegende Einführung in ChatGPT

Bevor Mitarbeiter mit ChatGPT & Co. arbeiten, sollten sie verstehen, was generative KI kann – und was nicht.

Dazu gehört insbesondere:

  • KI kann überzeugend formulierte, aber falsche Informationen erzeugen.
  • Ergebnisse hängen stark von Kontext und Aufgabenstellung ab.
  • KI ersetzt keine fachliche Prüfung.
  • Nicht jede Information darf in externe KI-Systeme eingegeben werden.

Das Ziel sollte nicht sein, aus allen Mitarbeiter KI-Expert:innen zu machen. Sie sollten aber beurteilen können, wann KI sinnvoll unterstützt und wann menschliche Expertise erforderlich ist. Erklären Sie den Mitgliedern Ihres HR-Teams die Grundlagen von ChatGPT, wie es funktioniert und wie es in der Kommunikation eingesetzt wird. Verdeutlichen Sie die Vorteile, die der Einsatz von KI-basierter Kommunikation bietet.

Schritt 2: Ziele und HR-Anwendungsfälle definieren

Statt generative KI allgemein in ihr Human Resources-Team einzuführen, sollten Unternehmen zunächst konkrete Einsatzbereiche festlegen.

Geeignete Anwendungsfälle können beispielsweise sein:

  • Entwürfe für Stellenanzeigen
  • Interviewleitfäden
  • Candidate-Kommunikation
  • Social Media-Texte für Recruiting
  • interne HR-Kommunikation
  • Zusammenfassungen und Strukturierungen
  • Vorbereitung von Workshops oder Mitarbeiterächen

Je konkreter der Anwendungsfall, desto leichter lassen sich Qualität und Nutzen von ChatGPT und Co bewerten.

Schritt 3: Klare Regeln für Datenschutz und sensible Daten schaffen 

Besonders im HR-Bereich werden regelmäßig personenbezogene und vertrauliche Informationen verarbeitet. Unternehmen sollten daher eindeutig definieren, welche Daten in welchen KI-Systemen verarbeitet werden dürfen.

Lebensläufe, Namen, Kontaktdaten, Gehaltsinformationen oder andere sensible Bewerber:innen- und Mitarbeiter:innen sollten nicht unkontrolliert in öffentlich verfügbare KI-Tools eingegeben werden.

HR-Teams benötigen deshalb klare interne Richtlinien zu:

  • erlaubten KI-Anwendungen
  • personenbezogenen Daten
  • vertraulichen Unternehmensinformationen
  • Freigabe- und Kontrollprozessen
  • Verantwortlichkeiten

Schritt 4: Richtiges Prompting praktisch trainieren

Am meisten lernen Teammitglieder, wenn sie KI direkt anhand ihrer täglichen Recruiting-Aufgaben ausprobieren.

Zeigen Sie beispielsweise, wie sich die Qualität einer Antwort verändert, wenn neben der eigentlichen Aufgabe auch Zielgruppe, Kontext, gewünschte Tonalität und Format vorgegeben werden.

Statt:

„Schreibe eine Stellenanzeige für einen Controller oder eine Controllerin“

ist beispielsweise eine präzisere Aufgabenstellung mit mehr Kontext beim Prompten sinnvoll:

„Erstelle eine strukturierte Stellenanzeige für eine:n Senior Controller:in in einem österreichischen Industrieunternehmen. Zielgruppe sind Kandidat:innen mit mindestens fünf Jahren Erfahrung. Der Text soll professionell, konkret und nicht werblich übertrieben formuliert sein.“

Entscheidend ist anschließend die gemeinsame Frage: Was davon ist wirklich gut – und was muss ein:e Recruiter:in korrigieren oder ergänzen?

“Tipp: Richten Sie eine regelmäßige Feedback-Schleife ein, in der die Teammitglieder ihre Erfahrungen und Herausforderungen im Umgang mit ChatGPT oder anderen KI-Anwendungen teilen können. Dies ermöglicht kontinuierliche Verbesserungen und Feinabstimmungen.”

Yara Wurpes, Personalberaterin bei Schulmeister

Schritt 5: Qualitätskontrolle trainieren

Eine der wichtigsten KI-Kompetenzen ist nicht das Erstellen von Prompts, sondern die Bewertung der Ergebnisse.

HR-Mitarbeiter:innen sollten lernen, KI-generierte Inhalte kritisch auf folgende Punkte zu prüfen:

  • Ist die Information korrekt?
  • Fehlt relevanter Kontext?
  • Enthält die Antwort unbegründete Annahmen?
  • Ist die Sprache diskriminierungsfrei und zielgruppengerecht?
  • Entspricht der Inhalt unseren Unternehmensrichtlinien?
  • Würden wir diese Aussage auch ohne KI veröffentlichen?

Gerade bei Recruiting und Personalauswahl sollte niemals allein die sprachliche Qualität einer KI-Antwort darüber entscheiden, ob ein Ergebnis vertrauenswürdig ist.

“Betonen Sie die Wichtigkeit des kontinuierlichen Lernens im Hinblick auf ChatGPT und KI-Technologien im Allgemeinen. Empfehlen Sie Ressourcen wie Schulungsunterlagen, Online-Kurse oder Community-Diskussionen, um das Wissen Ihres HR-Teams stets aktuell zu halten.”

Yara Wurpes, Personalberaterin bei Schulmeister in Linz

Schritt 6: Einen gemeinsamen Prompt- und Use-Case-Pool aufbauen

Wenn einzelne Mitarbeiter:innen gute KI-Anwendungen entwickeln, sollten diese nicht im persönlichen Chatverlauf verschwinden.

Ein gemeinsamer Prompting-Pool kann beispielsweise enthalten:

  • bewährte Prompts
  • typische HR-Anwendungsfälle
  • Beispielergebnisse
  • Qualitätskriterien
  • Do's & Don'ts mit ChatGPT 
  • Hinweise zum Datenschutz

So entsteht mit der Zeit ein unternehmensspezifischer KI-Wissensstand.

Schritt 7: Nutzung regelmäßig evaluieren

KI-Tools und ihre Möglichkeiten entwickeln sich schnell weiter. Gleichzeitig verändern sich interne Anforderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen.

Prüfen Sie daher regelmäßig:

  • Welche Anwendungen sparen tatsächlich Zeit?
  • Wo entstehen häufig Fehler?
  • Welche Prozesse eignen sich nicht für KI?
  • Wo benötigen Mitarbeiter weitere Schulungen?
  • Welche neuen Anwendungsfälle sind sinnvoll?

Der erfolgreiche Einsatz von KI im HR ist kein einmaliges Schulungsprojekt, sondern ein kontinuierlicher Lernprozess.

Was sollte ChatGPT im HR nicht übernehmen?

Nicht jede HR-Aufgabe eignet sich für generative KI. Besondere Vorsicht ist überall dort erforderlich, wo Entscheidungen erhebliche Auswirkungen auf Menschen haben.

Dazu zählen beispielsweise die eigenständige Bewertung oder Auswahl von Bewerber:innen, sensible Daten von Mitarbeiter.innen oder die Interpretation persönlicher Merkmale.

KI-Tools wie ChatTPG können solche Prozesse vorbereiten und Informationen strukturieren. Verantwortung und abschließende Beurteilung sollten jedoch bei qualifizierten Mitarbeiter:innen liegen.

Fazit: KI-Kompetenz wird zur wichtigen HR-Kompetenz

Generative KI kann HR-Teams bei vielen zeitintensiven Aufgaben unterstützen. Der größte Nutzen entsteht jedoch nicht durch möglichst viel Automatisierung, sondern durch einen bewussten Einsatz dort, wo KI tatsächlich Mehrwert schafft.

Dafür benötigen HR-Mitarbeiter:innen drei Dinge: Praxiswissen im Umgang mit KI, klare interne Regeln und die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu bewerten.

KI-Kompetenzen für die Zukunft Ihrer HR

Die Integration von ChatGPT in HR-Teams bietet aufregende Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz, der Qualität der Mitarbeiterkommunikation und des Images. Durch eine fundierte Schulung können Ihre HR-Mitarbeiter:innen sicherstellen, dass sie das volle Potenzial dieser Technologie ausschöpfen und gleichzeitig menschliche Interaktion und Verantwortung gewährleisten. Die Kombination von menschlicher Intelligenz und KI kann eine leistungsstarke Partnerschaft sein, um die Anforderungen des modernen HR-Managements im KI-Zeitalter zu erfüllen.

Wir bei Schulmeister wissen genau, wie wir ChatGPT im Recruitingprozess effizient einsetzen – und machen das auch gerne bei Ihrer Personalsuche. Melden Sie sich noch heute bei uns!

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