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Wie sich die Controllerrolle durch Automatisierung, Digitalisierung & KI verändert

Lange galt Controlling als klassisch zahlengetriebene Disziplin: Reports erstellen, Budgets kontrollieren, Abweichungen analysieren. Doch genau diese Aufgaben verändern sich aktuell massiv. Automatisierung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) übernehmen zunehmend standardisierte Prozesse – und schaffen gleichzeitig Raum für neue Anforderungen an Controller:innen. Unternehmen suchen heute keine reinen „Zahlenlieferanten“ mehr. Gefragt sind Sparringspartner:innen für das Management, datenaffine Analyst:innen und Persönlichkeiten, die Veränderungen aktiv mitgestalten. Die Controllerrolle entwickelt sich vom rückblickenden Kontrollorgan hin zum strategischen Business Partner.

INHALT

Controllerrolle, KI

AI Insight: Warum KI die Controllerrolle nicht ersetzt – sondern verändert

KI wird Controller:innen nicht überflüssig machen. Sie automatisiert vor allem repetitive Tätigkeiten wie Datensammlung, Reporting oder Forecasting. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Fachkräften, die Daten interpretieren, Handlungsempfehlungen ableiten und komplexe Zusammenhänge verständlich machen können.

Vom Zahlenverwalter zum strategischen Business Partner

Die Digitalisierung verändert die Erwartungen an Finance-Teams grundlegend. Moderne ERP-Systeme, automatisierte Dashboards und Echtzeitdaten ermöglichen schnellere Analysen und effizientere Prozesse. Dadurch verschiebt sich der Fokus im Controlling:

  • weniger operative Datenerfassung 
  • mehr Interpretation und Beratung 
  • stärkere Einbindung in strategische Entscheidungen 
  • engere Zusammenarbeit mit anderen Unternehmensbereichen 

Controller:innen werden zunehmend zu internen Berater:innen. Sie unterstützen Führungskräfte dabei, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und Unternehmensentwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Gerade durch Digitalisierung und Automatisierung gewinnen Business Partnering, strategisches Denken und Kommunikationsstärke im Finance-Bereich deutlich an Bedeutung.

Agiles Arbeiten wird auch im Finance-Bereich wichtiger

Während agile Methoden früher primär in IT- oder Produktteams eingesetzt wurden, erreichen sie inzwischen auch Finance- und Controlling-Abteilungen.

Warum?
Weil Unternehmen schneller auf Marktveränderungen reagieren müssen. Klassische Jahresplanungen stoßen dabei oft an ihre Grenzen. Stattdessen gewinnen flexible Forecasts, Szenarioanalysen und kontinuierliche Steuerung an Bedeutung.

Für Controller:innen bedeutet das:

  • schnelleres Arbeiten mit aktuellen Daten 
  • höhere Anpassungsfähigkeit 
  • enger Austausch mit Fachabteilungen 
  • mehr Eigenverantwortung und Entscheidungsnähe 

Das verlangt nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ein modernes Mindset.

Automatisierung verändert den Arbeitsalltag im Controlling

Viele klassische Aufgaben werden heute bereits automatisiert:

  • Standardreportings  
  • Datenauswertungen  
  • Forecast-Prozesse  
  • Rechnungs- und Buchungsabläufe 
  • KPI-Dashboards  

Robotic Process Automation (RPA) und intelligente Systeme übernehmen repetitive Tätigkeiten schneller und fehlerfreier. Dadurch verschiebt sich die Rolle von Controller:innen hin zu wertschöpfenderen Aufgaben.

Das bedeutet aber nicht, dass weniger Fachkräfte benötigt werden. Vielmehr verändert sich das Kompetenzprofil.

Unternehmen suchen immer häufiger Kandidat:innen, die technisches Verständnis mit betriebswirtschaftlichem Know-how kombinieren können.

Welche Skills Controller:innen heute mitbringen sollten

Neben klassischem Controlling-Wissen gewinnen neue Kompetenzen massiv an Bedeutung.

Digitale und technische Skills

Gefragt sind unter anderem Kenntnisse in:

  • Power BI 
  • SAP S/4HANA 
  • Excel Advanced & Power Query 
  • Datenvisualisierung  
  • BI-Tools  
  • Datenanalyse  
  • KI-gestützten Anwendungen 

Auch Forschungseinrichtungen wie die TU Graz beschäftigen sich aktuell intensiv mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz die Kompetenzprofile im Controlling verändert und welche Anforderungen künftig an Finance-Fachkräfte gestellt werden.

Controller:innen müssen nicht selbst programmieren können – aber sie sollten verstehen, wie moderne Systeme funktionieren und wie Daten sinnvoll genutzt werden können.

Soft Skills werden wichtiger denn je

Parallel dazu steigen die Anforderungen an persönliche Kompetenzen:

  • analytisches Denken 
  • Kommunikationsfähigkeit  
  • Change-Bereitschaft  
  • unternehmerisches Verständnis 
  • Problemlösungskompetenz  
  • Offenheit gegenüber neuen Technologien 

Gerade das „Open Mindset“ wird zunehmend zum entscheidenden Faktor. Unternehmen suchen Persönlichkeiten, die Veränderungen nicht als Risiko sehen, sondern aktiv mitgestalten wollen.

Der Einfluss von KI auf das Controlling

Künstliche Intelligenz verändert das Controlling bereits heute spürbar. Moderne Systeme können:

  • Muster in großen Datenmengen erkennen 
  • Prognosen automatisieren 
  • Risiken frühzeitig identifizieren 
  • Anomalien aufdecken 
  • Entscheidungsgrundlagen liefern 

Dadurch entstehen neue Möglichkeiten für datenbasierte Unternehmenssteuerung.

Gleichzeitig braucht es weiterhin Menschen, die Ergebnisse kritisch hinterfragen und in den richtigen Kontext setzen. Denn KI liefert Daten – die Interpretation bleibt Aufgabe erfahrener Fachkräfte.

Die aktuelle Diskussion rund um KI im Finance-Bereich zeigt deutlich: Die Rolle von Controller:innen entwickelt sich spürbar weg von operativer Datenerstellung hin zu strategischer Entscheidungsunterstützung.

Was das für Unternehmen bedeutet

Für Unternehmen wird es zunehmend wichtiger, moderne Kompetenzprofile im Controlling zu definieren.

Neben fachlicher Qualifikation zählen heute:

  • digitale Affinität 
  • Lernbereitschaft  
  • Anpassungsfähigkeit  
  • interdisziplinäres Denken 
  • strategische Kompetenz 

Der Arbeitsmarkt zeigt bereits deutlich: Kandidat:innen mit diesen Fähigkeiten sind stark gefragt – und entsprechend schwer zu finden.

Gerade im Finance-Bereich wird Recruiting dadurch immer mehr zu einem strategischen Thema.

Fazit: Die Controllerrolle wird strategischer, digitaler und vielseitiger

Automatisierung und KI verändern das Controlling nachhaltig. Standardisierte Aufgaben verschwinden zunehmend oder werden automatisiert. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen und Chancen.

Controller:innen entwickeln sich zu datengetriebenen Business Partnern, die Unternehmen aktiv bei Entscheidungen unterstützen. Dafür braucht es nicht nur Zahlenverständnis, sondern auch technologische Kompetenz, Agilität und ein modernes Mindset.

Unternehmen, die diese Entwicklung frühzeitig erkennen und die richtigen Talente gewinnen, sichern sich langfristig einen klaren Wettbewerbsvorteil.

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FAQ: Controllerrolle, Digitalisierung & KI

KI automatisiert vor allem repetitive Aufgaben wie Reporting, Forecasting oder Datenanalyse. Gleichzeitig gewinnen strategische Tätigkeiten, Interpretation und Beratung an Bedeutung.

Besonders gefragt sind Kenntnisse in Power BI, SAP S/4HANA, BI-Tools, Datenvisualisierung und datengetriebenen Analyseplattformen.

Neben analytischem Denken sind Kommunikationsfähigkeit, Veränderungsbereitschaft, unternehmerisches Denken und ein offenes Mindset entscheidend.

Nein. KI unterstützt Controller:innen bei datenbasierten Analysen, ersetzt aber nicht menschliche Bewertung, strategisches Denken und Entscheidungsfähigkeit.

Unternehmen müssen schneller auf Veränderungen reagieren. Deshalb gewinnen flexible Forecasts, Echtzeitdaten und agile Prozesse zunehmend an Bedeutung.

Viele Unternehmen suchen Kandidat:innen mit einer Kombination aus Finance-Know-how, digitaler Kompetenz und strategischem Verständnis. Genau diese Profile sind aktuell besonders gefragt und schwer verfügbar.

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