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IT Fachkräfte finden: 6 Gründe, warum Unternehmen keine passenden Kandidat:innen finden

Viele Unternehmen in Österreich kämpfen damit, offene IT-Positionen zu besetzen. Doch woran liegt das und was können Sie konkret dagegen tun? Unsere IT-Personalberater:innen zeigen die häufigsten Ursachen und geben praxisnahe Empfehlungen für erfolgreiches IT-Recruiting in Österreich.

INHALT

Der IT-Arbeitsmarkt ist und bleibt ein Kandidatenmarkt

Viele Unternehmen gehen im Recruiting noch immer davon aus, dass sie aus einer Vielzahl an Bewerbungen auswählen können. Im IT-Bereich ist das Gegenteil der Fall: Qualifizierte IT-Fachkräfte haben meist mehrere Optionen gleichzeitig und werden häufig aktiv von Headhuntern angesprochen. 

Laut einer aktuellen Analyse von Gartner zählt der Fachkräftemangel im Tech-Bereich zu den größten Herausforderungen für Unternehmen weltweit. Gleichzeitig zeigt eine Einschätzung von Forbes, dass sich der Wettbewerb um IT-Talente weiter verschärft und klassische Recruiting-Ansätze zunehmend an Wirkung verlieren. Unsere Personalberater:innen bestätigen diesen Trend täglich: Auf der einen Seite wachsen die IT-Positionen in Unternehmen, auf der anderen Seite fehlen passende Kandidat:innen. 

Was das für Sie konkret bedeutet: 

  • Sie bewerben sich als Unternehmen bei IT-Expert:innen, und nicht umgekehrt
  • Geschwindigkeit und Ansprache entscheiden über Erfolg oder Absage
  • Passive Kandidat:innen sind oft die besten, aber auch am schwierigsten zu erreichen

Besonders spezialisierte Rollen wie bspw. SAP Consultants für S4/Hana zeigen, warum Unternehmen bei der Suche nach IT-Fachkräften oft mehr als klassische Stellenanzeigen brauchen.

Zu viele Anforderungen, zu wenig Realitätsbezug

Ein häufiger Fehler im IT-Recruiting, den unsere Personalberater:innen täglich erleben: überladene Anforderungsprofile. Unternehmen suchen gleichzeitig nach mehreren Jahren Erfahrung, verschiedenen Technologien und Tools, zusätzlicher Branchenkenntnis und perfekten Soft Skills. In der Praxis passt kaum jemand zu 100 %. 

Viele Unternehmen müssen sich davon lösen, die eine perfekte Person zu suchen, und stattdessen stärker auf Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten setzen. 

Unser Tipp für realistische Anforderungsprofile in der IT: 

  • Must-haves klar definieren und priorisieren 
  • Nice-to-haves bewusst reduzieren 
  • Entwicklungspotenzial aktiv einplanen

Übrigens, kann neben gezieltem IT-Recruiting auch das Upskilling bestehender Mitarbeiter:innen ein wichtiger Hebel sein, um Skill-Gaps langfristig zu schließen.

IT-Kandidat:innen entscheiden anders als gedacht

Gehalt ist bei der Suche nach IT-Expert:innen wichtig,  aber selten der einzige oder entscheidende Faktor. IT-Fachkräfte achten bei potenziellen Arbeitgeber:innen besonders auf: 

  • Moderne Technologien und zukunftsfähige Systeme
  • Flexible Arbeitsmodelle (Home Office, Remote, Gleitzeitmodelle)
  • Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildungsbudgets
  • Unternehmenskultur und kurze Entscheidungswege

Ein Beispiel aus der Praxis unserer IT-Personalberater

Ein Kandidat entschied sich nicht für die Position mit dem höchsten Gehalt, sondern für das Gesamtpaket – mit flexiblem Home Office, modernen Benefits und einem zukunftsorientierten Arbeitsumfeld. Diese Faktoren werden von IT-Fachkräften als Signal für die Innovationskraft eines Unternehmens interpretiert und sind im Tech-Bereich ein zentraler Entscheidungsgrund. 

Der Tech Stack ist ein unterschätzter Recruiting-Faktor

Ein Aspekt, der beim Recruiting von IT-Fachkräften häufig unterschätzt wird: der eingesetzte Tech Stack. Johann Halmdienst, Geschäftsführer IT-Personalberatung bei Schulmeister, beobachtet dazu: 

„Ein IT-Experte verliert seine Qualifikation schleichend, wenn er mit veralteten Technologien arbeitet." 

— Johann Halmdienst, Geschäftsführer & Personalberater für IT & Technology bei Schulmeister

 

Das bedeutet für Unternehmen konkret: 

  • Veraltete Systeme schrecken qualifizierte Kandidat:innen aktiv ab 
  • Moderne Technologien erhöhen die Attraktivität der Position messbar 

Der Tech Stack ist längst kein rein internes Thema mehr.  er ist ein entscheidender Recruiting-Faktor im Wettbewerb um IT-Talente. 

Langsame Recuiting-Prozesse kosten die besten Kandidat:innen

Top-Kandidat:innen sind im IT-Bereich oft nur sehr kurz am Arbeitsmarkt verfügbar, wenn überhaupt. Wenn der Recruiting-Prozess zu lange dauert oder unklar strukturiert ist, springen Kandidat:innen häufig ab und sagen bei einem anderen Unternehmen zu. 

Best Practices für schnelles IT-Recruiting: 

  • Schnelle Rückmeldungen nach Interviews (max. 48–72 Stunden)
  • Klare, schlanke Entscheidungswege intern
  • Transparente Kommunikation über nächste Schritte und Timelines

Recruiting bleibt ein zutiefst persönlicher Prozess

Automatisierung und künstliche Intelligenz spielen auch im Recruiting eine immer größere Rolle, wie etwa bei der Erstellung von Stellenanzeigen, der Vorauswahl von Kandidat:innen oder auch automatisierte Mailings bei der Direktansprache. Gleichzeitig zeigt sich: Recruiting bleibt ein menschenzentrierter Prozess. Persönliche Gespräche, die Einschätzung von Motivation und Erwartungen – das lässt sich nicht vollständig automatisieren. 

Gerade bei der Besetzung spezialisierter IT-Rollen ist die persönliche Beziehung zwischen Berater:in, Kandidat:in und Unternehmen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Neue Kolleg:innen müssen fachlich und menschlich zum Unternehmen passen. 

Fazit: IT-Recruiting braucht ein Umdenken

Wenn IT-Positionen schwer zu besetzen sind, liegt das oft nicht nur am angespannten Markt, sondern auch an der Herangehensweise des Unternehmens. Die fünf wichtigsten Erfolgsfaktoren für die IT-Talentakquise sind: 

  • Realistische, fokussierte Anforderungsprofile 
  • Tiefes Verständnis für die Bedürfnisse von IT-Kandidat:innen 
  • Moderne Technologien als Teil des Employer Brandings 
  • Effiziente, transparente Recruiting-Prozesse 
  • Persönliche, zielgerichtete Direktansprache 

Unternehmen, die diese Punkte berücksichtigen, erhöhen ihre Chancen deutlich, passende IT-Fachkräfte in Österreich zu finden und dauerhaft zu halten. Unsere auf IT und Technik spezialisierten Personalberater:innen unterstützen Sie gerne dabei. 

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FAQs: IT-Recruiting in Österreich

Der IT-Arbeitsmarkt ist klar ein Kandidatenmarkt: Qualifizierte Fachkräfte haben mehrere Optionen gleichzeitig und werden aktiv angesprochen. Gleichzeitig wächst der Bedarf in Unternehmen stetig, während das Angebot begrenzt bleibt. In der Praxis zeigt sich: Ohne aktive Ansprache und klare Positionierung bleiben viele Rollen lange unbesetzt.

Durch klare Anforderungsprofile, schnelle Entscheidungsprozesse und gezielte Direktansprache (Active Sourcing). Besonders wichtig ist es, passive Kandidat:innen anzusprechen – also jene, die nicht aktiv auf Jobsuche sind. Genau hier unterstützen spezialisierte Personalberatungen wie Schulmeister mit etablierten Netzwerken und Marktkenntnis.

Eine sehr zentrale. Flexible Arbeitsmodelle sind für viele IT-Fachkräfte ein entscheidender Faktor bei der Jobwahl. Unternehmen, die hier unflexibel sind, verlieren oft bereits früh im Recruitingprozess potenzielle Kandidat:innen.

Ja, insbesondere wenn Unternehmen bereit sind, in Weiterbildung und strukturierte Entwicklung zu investieren. Viele erfolgreiche IT-Karrieren basieren heute auf unkonventionellen Einstiegen: Entscheidend ist das Potenzial, nicht nur der perfekte Lebenslauf.

Sehr wichtig. Moderne Technologien sind für IT-Fachkräfte nicht nur Arbeitsmittel, sondern auch ein entscheidender Faktor für ihre Weiterentwicklung. Veraltete Systeme können ein klarer Ausschlussgrund sein, während ein aktueller Tech Stack hingegen die Attraktivität der Position deutlich erhöht.

Vor allem dann, wenn Positionen schwer zu besetzen sind, intern Ressourcen fehlen oder der Zugang zu passenden Kandidat:innen begrenzt ist. Spezialisierte Personalberatungen wie Schulmeister bringen neben Markt-Know-how auch ein gewachsenes Netzwerk und Erfahrung in der Direktansprache mit: Alles in allem ein klarer Vorteil im umkämpften IT-Arbeitsmarkt, um Positionen schnell mit der richtigen Person zu besetzen.

Quellen & weiterführende Insights

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